Ausstellungen


Ausstellungsorte in der Osterburg

In der Remise, dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, befindet sich der Sonderausstellungsraum. Hier wird in der Regel die Jahresausstellung gezeigt. Namhafte Künstler stellen in der "Galerie im Alten Schloss" aus. Sie befindet sich in der 3. Etage des Alten Schlosses. Nachwuchskünstlern steht der ehemalige Amtsgerichtssaal im Neuen Schloss zur Verfügung.
Das Künstleratelier, ebenfalls im Neuen Schloss, ist ein zusätzlicher Raum für die kleine Ausstellung.

Jahresausstellung 2016 im Osterburgmuseum

„Die Osterburg in Zeit und Raum“

In der Remise des Burgmuseums ist die Jahresausstellung 2016 zu sehen.
Die Dimension Zeit wird um den „Raum“ erweitert. Raum meint Weltraum, Kosmos, All, Astronomie. „Raum“ ist ein weiteres Beispiel aus der breiten Palette von Naturphänomenen und technischen Systemen, das eine Brücke zum Wissens-Schloss der Osterburg schlägt.

Im Wissens-Schloss (Neues Schloss) soll die natürliche Neugier von jungen Leuten aufgegriffen und geholfen werden, dieses Interesse und damit auch die Offenheit für eine spätere berufliche Orientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu bewahren. Dabei wird auch an außerschulische Weiterbildungsmöglichkeiten gedacht. Diese Maßnahmen und die geplante Mitmach-Ausstellung können ein überregional attraktives Ziel werden und die Wirtschaft der Region bei der Fachkräftegewinnung unterstützen.
Wenn man die Remise betritt, fällt sofort das „Sternenbanner“ ins Auge.
Es bildet den Sternenhimmel ab, wie ihn die Vögte, wettinische Amtsleute, Türmer und heute lebende Menschen über der Osterburg gesehen haben oder heute noch sehen können.

Ein weiteres überdimensionales Bild aus der Astronomie stellt den Kometen Churyumov-Gerasimenko, kurz „Tschuri“ genannt, dar. In einer Fotomontage werden die Größenverhält-nisse sichtbar. So sähe es aus, wenn der rund 4 km lange und 3,5 km breite Komet über unserer Stadt auftauchte.

„Tschuri“ war von 2004 bis 2016 das Erkundungsgebiet der Mission „Rosetta“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) e.V. Schon am 12.11.2014 gab es spektakuläre Bilder, als die Raumsonde Rosetta den Lander „Philae“ auf der Kometenoberfläche absetzte. Leider verlief dieses Landemanöver nicht so glatt, wie erhofft. Der Landeroboter kam seitlich auf und verankerte sich in einem besonders schattigen Bereich des Kometen. So ging ihm nach rund 2,5 Tagen die Energie aus. Die Wissenschaftler konnten noch rund 60 Stunden mit seiner Hilfe forschen, dann brach der Kontakt ab.
Ein Modell der Kometensonde ist nun auch in der Remise der Osterburg gelandet. Es ist etwa 1,20 m x 1,20 m groß und hat eine Höhe von 0,70 m.
Die Ausstellung „Die Osterburg in Zeit und Raum“ verbindet die Zeit mit dem neuen astronomischen Thema.
Die letzte Atomuhr der DDR, die schon 2012 während der Jubiläumsausstellung zur Physikalisch Technischen (Reichs-)Bundesanstalt im Osterburgmuseum zu sehen war, wird weiterhin gezeigt. Obwohl auch diese inzwischen in die Jahre gekommen ist, repräsentiert sie die Moderne. Schließlich kontrollieren seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Atomuhren die Zeit. Und hochpräzise Zeitmesser sind gerade in der Raumfahrt unverzichtbar.
Uhren sind quasi die Grundlage sämtlicher Forschung in Raum und Zeit.
Ein schöner Gegensatz zur Atomuhr ist das Turmuhrwerk aus dem 19. Jahrhundert, das wahrscheinlich aus einem Kirchturm in der Nähe von Weida stammt.

Kalender waren 2015 und sind 2016 ein weiteres Thema.. Die ältesten stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wie Uhren dienen sie der Zeiteinteilung. Interessanterweise sind Sterndeutung und die Beschreibung von Himmelsphänomenen immer fester Bestandteil der Kalendarien quer durch die Jahrhunderte gewesen.
Mit der Jahresausstellung 2016 „Die Osterburg in Zeit und Raum“ geht die Stadt Weida einen weiteren bedeutsamen Schritt auf dem Weg zum Wissens-Schloss. Wieder wird es zahlreiche Begleitvorträge, aber auch Himmelsbeobachtungen und Experimente geben. Der Osterburg steht ein spannendes Jahr bevor.