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Von Drohnen und Satelliten über den Wäldern Thüringens

Fernerkundung am Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha – ThüringenForst AöR

Vortrag zur Jahresausstellung 2017 am Donnerstag, dem 15. Juni um 19 Uhr im Balkensaal der Osterburg
Heutzutage sind Reisen ohne Globale Positionsbestimmungssystem (GPS) kaum vorstellbar, sei es inzwischen schon klassisch im Navigationssystem im Auto oder als Reiseführer auf dem Smartphone. Für zivile Zwecke wurde von der Europäischen Union im Jahr 2003 der Aufbau eines europäischen globalen Satellitennavigationssystems mit dem Namen „Galileo“ beschlossen. Das gleichnamige Programm umfasst neben der Weltraumkomponente, also den Satelliten, auch die Entwicklung entsprechender Anwendungen.
Neben dem Galileo-Programm wurde bereits im Jahr 1998 ein weiteres Satellitenprogramm, damals noch unter dem Namen GMES (Global Monitoring for Environment and Security), mit dem Namen „Copernicus“ von der europäischen Union gegründet, mit dem eine leistungsfähige Infrastruktur zur Erdüberwachung mit Hilfe von Satellitendaten aufgebaut werden soll. Neben sechs speziell für verschiedene Aufgaben ausgelegten Satellitenmissionen, alle mit dem Namen Sentinel (deutsch: Wächter) bezeichnet, zählt zu diesem Programm auch die Entwicklung von Diensten und Services mit diesen Daten. Ein Entwicklungsverfahren hierfür ist das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanzierte Verbundvorhaben „Sentinels für Thüringer Informationssysteme (kurz: SenThIS)“, das zurzeit gemeinsam mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) am Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha, einer Einrichtung von ThüringenForst AöR, durchgeführt wird.
Die Erdüberwachung mit Satellitendaten ist ein Teil der sogenannten Fernerkundung, die als berührungsfreie Beobachtung der Erdoberfläche durch Messung der von Ihnen ausgehenden bzw. reflektierten elektromagnetischen Wellen definiert ist. Neben Satelliten kommen dabei als Plattform für die Sensorik auch Flugzeuge bis hin zu unbemannten Kleinflugzeugen, die als Drohnen bekannt sind, zum Einsatz.
Für eine Forstverwaltung bietet diese Technik viele neuartige Einsatzmöglichkeiten. Nach einer kurzen Einführung in die Technik sollen einige exemplarisch vorgestellt werden.
Zum Vortrag ist jedermann herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Referenten
Martyna Stelmaszczuk-Górska ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha und bearbeitet dort das Forschungsvorhaben „Sentinels für Thüringer Informationssysteme (kurz: SenThIS)“.
Herbert Sagischewski ist Referent für Fernerkundung und Digitale Bildverarbeitung am Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha.